Dienstag, 6. Juli 2010

Okay.. Aller Twanfang ist schwer (Part Seven)


Okay..ich war also ein Zwitschervogel Twitterer über Nacht. Auf meine erste Anfrage antwortete der von mir exklusiv "gestalkte" Shane Dawson sogar, seitdem allerdings nie wieder, und warum folgt der mir eigentlich nie zurück?? was im Nachhinein auch kein Drama ist.



Ich fing an, mich mit Twitter etwas näher zu beschäftigen da ich schonmal da war (ich hab ja Zeit), schaute mir verschiedene Profile an und die „Tweets“ dahinter, soweit nicht verschlüsselt.


Einigen Leuten folgte ich aus Interesse, anderen aus Neugier, manche folgten plötzlich mir, und ich fing an , ein echtes Mitglied dieser Twittersache Community (im Prinzip eine Art jeder für sich und doch alle zusammen) zu werden, wo ich doch eigentlich nur Zaungast einer Person sein wollte.


Manche meiner Follower waren sehr nett und berieten mich bei den essentiellen Problemen der Anfangszeit z.B. OMG (= oh my God, musste ich wieder googeln) wo sind die Umlaute beim IPod? Oder WTF sind eigentlich diese DMs? Und warum dürfen wir alle einfach schreiben wo wir Lust zu haben, ich dachte Twitter wäre was für Celebrities? Und geht es hier um chatten (miteinander kommunizieren) oder microblogging (Minimonologe) oder was?


Schnell stellte sich für mich heraus, dass Twitter eine Mischung aus Monologen im SMS Format, philosophischen und weniger philosophischen Ergüssen, Witzen und Zitaten, Meinungsbekundungen, Bitten, Informationen, freundschaftlichen Unterhaltungen, Flirten, sozialen Gesten, Streitereien, Necken, Tipps und Tricks rund um Essen, Trinken, Technik und was auch immer man sonst gern haben möchte, was sich ergibt und so vielem mehr ist. Meine "Twelt" ist mittlerweile (nach gerade mal ein paar Wochen) so etwas wie ein Freundeskreis für mich geworden….


Ich mag allein schon das Ritual, morgens die Timeline zu öffnen und zu schauen wer schon wach bzw. „on“ ist, wer also bereits am frühen Morgen für ein paar kleine „Zwitschereien“ bereit ist. Einen guten Morgen zu wünschen. Nach dem Befinden zu fragen und notfalls zu trösten oder getröstet zu werden. Das Gefühl zu haben, dass es manche Leute zumindest ansatzweise interessiert wie es mir geht. Ein zwei kleine Geplänkel zu führen, sich über den Tag auszutauschen, seine Gedanken loszuwerden, all das in 140 Zeichen.


In der letzten Zeit gab es in meinem Leben viele Tage an denen ich aufgewacht bin und mein Leben mir langweilig und aus verschiedenen Gründen unerträglich schmerzhaft vorkam und fast immer wenn ich in meiner Timeline ein paar aufmunternde Worte zu hören lesen bekam fühlte ich mich besser.


Phantastisch auch die Möglichkeit, Dinge im Stil von „Publikumsbefragung“ zu erfahren… Einfach mal ins weite Twitter-All gefragt kommen zu fast allem irgendwelche Antworten, die im Zweifel sogar nützlich und richtig sind (#Followerpower ;-)). Anfragen nach neuen WG-Mitbewohnern, Wohnungssuchen, Recherche von Musiktiteln, Jobsuche, das Finden von Mitgliedern für eine Band, Fragen rund ums Auto, Handyverkäufe,…alles kein Problem bei Twitter, denn die Follower können Tweets nicht nur lesen, sondern auch „retweeten“ also weiterleiten, wodurch wieder eine neue Gruppe an Mitgliedern angesprochen wird. Faszinierend! Wie ein Kettenbrief, nur wesentlich effizienter und effektiver…und weniger lästig...


Wenn man nämlich mal keine Lust hat: #twoff und weg.


Kimbablog 1

Good Night and Sweet Dreams ihr Kuschelautomaten und Futterlakaien :-)


Montag, 5. Juli 2010

Okay.. WTF is Twitter??? (Part Six)

FOLLOW me on TWITTER ???WTF (Abkürzung für What the fuck..musste ich irgendwann googeln weil es ständig in der Timeline stand) ist Twitter ??? ...dachte ich so bei mir, und das hört sich irgendwie nach Stalking an.. wieso sollte jemand darum bitten dass man ihn stalkt??

Ich steckte schon viel zu tief in der Sache drin. Ich wollte Shane Dawson so nah wie möglich sein und da ich für einen Ausflug nach California nicht wirklich körperlich geeignet war und das Ganze recht kostspielig geworden wäre fiel mir nur ein ihm zu „folgen“ was auch immer das bedeuten mochte. An dieser Stelle übrigens 1000 mal Entschuldigung an alle Teenies über die ich seit 15 Jahren lache wegen ihrer lächerlichen Schwärmereien für fiktive oder unerreichbare Charaktere.... *blush* (was so viel wie Erröten bedeutet und in Sternchen gesetzt eben dieses Phänomen zum Ausdruck bringen soll). Ich glaube ich verstehe Euch jetzt. Das alles ist offenbar das Ergebnis einer grenzenlosen Langeweile gepaart mit der Chancenlosigkeit, jemanden in der Realität kennenzulernen....oder?

Ich weiß noch, dass mir in diesem Moment klar war..Okay..du schnappst gerade völlig über….das müssen die Schmerzmedikamente sein….solange du diese geniale Ausrede Argumentation... für schlicht alles hast registrierst du dich bei diesem Twitter, was auch immer es sei...

Gedacht (oder auch nicht gedacht) und getan. Innerhalb von Minuten hatte ich einen Account bei Twitter und Shane Dawson war der erste, dem ich „folgte“. Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten „Tweet“ (das virtuelle 140 Zeichen zwitschern, das Twitter auszeichnet), der ungefähr lautete:

„Unglaublich, jetzt bin ich bei Twitter, nur weil ich Shane Dawson folgen will..ich muss verrückt sein“.


Foto: Kenneth Allen / CC BY-SA 2.0

Okay.. Shane Dawson (Part Five)

Letztlich landete ich während meiner YouTube Exkursion bei einem Video in dessen Titel zwar das Wort „Chatroulette“ auftauchte, das ansonsten jedoch ziemlich genau gar nichts damit zu tun hatte. Ein junger Mann namens „Shane Dawson“ von dem ich bisher nie gehört hatte, scherzte mit Freunden, nicht unbedingt wahnsinnig lustig, aber seine Ausstrahlung faszinierte mich. Ich sah, dass eben dieser junge Mann seit Jahren Videos bei YouTube uploaded und dass er mittlerweile hunderte von Videos produziert hat. Das fand ich spannend…was macht man 300 Videos lang jede Woche und was ist das für ein Mensch der so viel Zeit in YouTubeVideos investiert ?!?

In diesem Moment begannen drei Tage, an denen ich vom Computer oder IPod nicht wegzubekommen war weil ich Videos schaute (ich hab ja Zeit..). Selbst beim Essen folgte ich Shane und seiner Angewohnheit sein ganzes Leben filmerisch festzuhalten. Man nennt es V-Log fand ich heraus, eine Art Videotagebuch, also wie ein Blog nur mit Filmen. Dazwischen so genannte Spoofs (Verarsche von Musikvideos z.B.). Ich war gleichermaßen amüsiert, erstaunt und fasziniert. Viel später erst sah ich, dass ihn sehr viele Menschen kennen, dass seine Videos sehr beliebt sind und er durch eine Mischung aus unbedarftem Charme und einer nonchalanten Unverschämtheit ein Menschenmagnet ist. Der Typ verkauft mittlerweile T-Shirts mit seinem Gesicht drauf und zwar nicht wenige (ok, ich geb´s zu, ich habe eins bestellt ...*blush* )

Ich wusste nach dem Video vom Tod seiner Oma und seinen Tränen vor der Kamera vor allem eins: Es war eine absolut einseitige Sympathie entstanden. Ich fühlte mich gelinde gesagt völlig bescheuert, wollte aber dennoch mehr erfahren und wissen wie es mit ihm weitergeht. Nach jedem Video kam die freundliche Einladung, ihn doch bei Facebook zu adden und ihm bei Twitter zu folgen ...


Sonntag, 4. Juli 2010

Okay... Chatroulette und Eye Vagina (Part Four)

Ich habe also Chatroulette gegoogelt und herausgefunden, dass man sich von der ganzen Sache einen guten Eindruck verschaffen kann ohne sich der Höhle des Löwen bzw der „Schlangengrube“ tausender männlicher Geschlechtsteile auszusetzen. Wie ?? Klar…bei YouTube… muss man erst einmal drauf kommen wenn man das Internet eher als Literaturrecherchestation genutzt hat bisher. In diversen Videos konnte ich mir einen lebhaften Eindruck verschaffen, was Chatroulette so ist und tut und warum es eine gewisse Faszination ausübt. Der Adventure Seeker (also derjenige der immer was Neues erleben will) ebenso wie der Spanner und der Exhibitionist in uns allen wird hier extrem angesprochen.

Das Gemeinschaftsgefühl wird gefördert (wenn man in der Gruppe davorsitzt und sich kaputtlacht während andere sich vermeintlich blamieren..man selbst „konsumiert“ ja nur…) und der Fremdschämeffekt (Erfolgsgarantie für Sendungen wie „Bauer sucht Frau“, "Big Brother" und ähnliche Qualitätsformate) ist einfach unwiderstehlich.

Ich befand mich in dem Zustand den ich sonst eher bei Horrorfilmen kenne: nicht hinschauen wollen und nicht wegschauen können. Ich nenne das schlicht „Die Faszination des Ekels“ (man kennt es auch von TV-Shows in denen Insekten gegessen werden oder von blutigen Operationsvideos). Ich persönlich halte da gern die Hände vor die Augen und schaue nur durch die Finger- das hilft!

Unter anderem gab es ein Video namens „Eye Vagina“, in dem jemand immer wieder sein Auge öffnete und schloss, das tatsächlich ein wenig einem weiblichen primären Geschlechtsmerkmal ähnelte und damit einige Zuschauer erschreckte, andere für einen Moment anekelte, manche jedoch einfach nur völlig begeisterte. Muss ich dazusagen welchen Geschlechts die begeisterten Zuschauer waren? Sparen wir uns das ;-)



http://www.youtube.com/user/dinkerooo