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Freitag, 27. August 2010

Fairytalez im Glück

Irgendwie habe ich es immer gewusst: Glück macht mich persönlich unkreativ.


Je schlechter es mir geht und je mehr ich leide desto eher bin ich in der Lage Musik oder Gedichte zu schreiben, zu twittern, zu malen, zu bloggen.


Ein interessantes Phänomen das mir lebhaft demonstriert warum Künstler meist grundsätzlich unglückliche Menschen sind. Oder umgekehrt?


Sobald also hier wieder jede Menge neue Posts stehen bin ich entweder wieder unglücklich (was ich nicht hoffe) oder ich habe einen Weg gefunden, meine Kreativität trotz guter Stimmung zu aktivieren.


Aber mal im Ernst.. lieber habe ich gerade die unkreativste und glücklichste Phase meines Lebens als umgekehrt :-) *hach*



Vielen Dank für das Foto an http://www​.christoff​ertimm.de

Montag, 19. Juli 2010

Lonely Nights

Seit der Idee, meine Freiheit und mein Leben zurückgewinnen zu wollen und ihrer prompten Umsetzung in Form der Trennung habe ich meinen Ex oder seine Gesellschaft aus verschiedenen Gründen seit über einem halben Jahr keinen Tag vermisst.... nicht einen Tag.


Aber es gibt ja nicht nur den Tag..nicht nur die hellen Stunden... nicht nur die Momente in denen man abgelenkt ist.

Leider ist da ja auch noch die Nacht.

In der ersten Zeit nach der Trennung habe ich nach langer Zeit wieder wunderbar geschlafen, endlich wieder mein Bett nur für mich und den Kater, super. Niemand der schnarcht, sich ständig umdreht oder mit seinem viel zu großen Körper meinen Lattenrost zerbricht. Niemand den es stört wenn ich noch lesen will im Bett. Ich konnte das richtig genießen. Allein sein. Allein schlafen. Ruhe.


Und irgendwann kam sie...die Sehnsucht.


Hat mich eiskalt erwischt. Völlig unerwartet.

Und ich hatte gedacht ich wäre glücklich. Und ich dachte es ginge mir gut.

Ich war mir so sicher dass ich gern alleine bin. Ihn habe ich nicht vermisst.

Aber irgendwas schon.


Ich habe gar nicht bemerkt dass ich plötzlich immer weniger schlafen konnte, immer später eingeschlafen bin, immer früher aufgewacht. Irgendwann kamen die Nächte in denen an Schlaf nicht einmal mehr zu denken war. Und mir wurde klar.. ok, so glücklich bist du offenbar doch nicht. Oder?


Was ist es das mich nicht schlafen lässt? Ist es wirklich die simple körperliche Nähe einer menschlichen Person? Einschlafen und Aufwachen mit jemandem?

Platonische Übernachtungsexperimente mit verschiedenen Personen ergaben, dass es das nicht sein kann. Auch nach Stunden konnte ich eng an gute Freunde oder Freundinnen gekuschelt kaum Schlaf finden. Dieser Faktor der simplen körperlichen Nähe war für mich damit ausgeschieden und die Überlegung mir einfach jemanden zum Übernachten zu mieten hatte sich erledigt.


Ich habe weitere Experimente vermieden, da mir auch nicht jedes Mittel für guten Schlaf gerechtfertigt erscheint (einmalige körperliche Interaktion muss nicht, wahrscheinlich werde ich alt oder sogar erwachsen). Habe mich mit der Schlaflosigkeit abgefunden. Habe in den Nächten mehr oder weniger produktiv gearbeitet und gelesen. Bin irgendwann doch immer erschöpft eingeschlafen, zwei Stunden Schlaf sind immer noch besser als gar keiner.


Und was soll ich sagen, kaum habe ich das Nachdenken und Experimentieren aufgegeben schlafe ich seit einigen Tagen wieder. Ohne Schlafmittel, ohne Alkohol oder sonstige Hilfsmittel. Teilweise richtig gut. Und tief. Und ich wache gut gelaunt und ausgeschlafen auf. Heute habe ich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder einige Seiten am Stück lesen können. Eine Leistungssteigerung um nahezu 100% im Vergleich zur letzten Zeit.


Wie einfach manchmal doch die Lösung ist... ;-)




Vielen Dank für das Foto an monstropolis

Freitag, 9. Juli 2010

My personal Fairy Island

Heute morgen beim aus der Nahtoderfahrung gerissen werden aufwachen dachte ich noch so: Hey, wo sind diese Physiker wenn man sie braucht? Ein fluffiges Paralleluniversum wäre doch was richtig Nettes...


Doch es sollte anders kommen...


Mein Physiotherapeut war heute ausnahmsweise zufrieden mit meiner Leistung und der Stabilität des Knies. Das gab mir neben einigen anderen Faktoren einen entscheidenden Motivationsschub. Ohne meine mittlerweile fast zwanghafte Angewohnheit den Fuß dreimal wieder hochzuziehen wenn ich von einer Stufe steige bin ich in mein Bad gelangt.. und alle so : Yeah!


Aber das beste Erlebnis des Tages war definitiv die Ayurveda Behandlung die ich mir momentan häufiger gönne. Trägt ja zur Genesung bei... das sollte man sich wert sein;-)

*Seufz* wenn ich daran denke gerate ich wieder ins Träumen... Die sinnliche Erfahrung vom Scheitel bis zu den Fußsohlen mit duftendem Öl massiert und nebenbei ab und zu mit positiven Affirmationen berieselt zu werden. Einfach nur zu genießen, ab und zu den Schmerz wegzuatmen wenn ein blockierter Meridian behandelt wird.. Für mich immer wieder ein perfekter Moment der nur mir gehört. Bzw perfekte zwei Stunden die nur mir gehören... *schnurr*


Besonders schön fand ich heute die Anregung, ans Tanzen zu denken.. mit zwei gesunden Beinen.. ein Lied dafür hatte ich schnell in meiner inneren Jukebox gefunden ;-)

Danach hat es mich an einen Swimmingpool gezogen. Ach was soll der Geiz dachte ich mir und habe diesen zunächst immens vergrößert und dann doch in ein völlig ruhiges Meer verwandelt... Knallblaues Wasser, Fische unter mir (die natürlich zu striktem einfach nur schön sein und nicht beißen bestimmt waren) - ein Traum!! :-)


Für mich als erfahrene Traumreisende dauerte es keine Minute und ich hatte mir neben dem Meer, der Freiluftdisco mit chilliger Musik und dem gesunden und optisch leicht optimierten Körper (man gönnt sich ja sonst nix) auch eine kleine perfekte Fairyinsel imaginiert... *hach* ein wunderschöner Traum...

Nach dem Schwimmen bekam ich wahnsinnige Lust auf einen Drink, und da ich beschlossen hatte, dass meine Insel niemals versiegende Ressourcen und individuelle Wunscherfüllung bietet bekam ich diesen selbstverständlich auch.


Mal ganz im Ernst? Dort wäre ich gern geblieben, aber nach zwei Stunden relaxed, energetisch vollgetankt und glücklich in die Realität zurückzukommen ist ja auch was wert :-)

Um mir diesen wohligen Zustand so lang wie möglich zu erhalten habe ich noch einen wunderschönen Film gesehen (Pan´s Labyrinth, danke für die Empfehlung :-) ) , was leckeres gegessen, ein Glas Wein getrunken und den Rest des Abends damit verbracht, meine Insel imaginativ zu optimieren für weitere Träume....

*Gähn* ich bin dann man weg.. in meinem superfluffigen Paralleluniversum ;-)